Schlagwort-Archive: Lesetipp

Martin Suter – Montecristo

Martin Suter - Montecristo

Montecristo heißt der neue packende Thriller von Martin Suter. Das Buch beginnt mit einem Personenschaden bei einer Fahrt in einem Intercity und der Videojournalist Jonas Brand, der unmittelbar vor Ort ist, hält unwillkürlich Sequenzen dieses Geschehens fest. Plötzlich tauchen keine 3 Monate später bei ihm 2 Hundertfrankenscheine mit identischen Seriennummern auf. Zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, bringen einen Stein ins Rollen, der sich zu einem hochspannenden Krimi entwickelt. Die Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker wird zu einem dramatischen, abgründigen Thriller verknüpft.

Das Buch endet, für meinen Geschmack, etwas zu sehr in Hollywoodmanier, aber nichts desto trotz ist es spannend und packend geschrieben und unbedingt lesenswert.

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[Diogenes Verlag AG]

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Ian McEwan – Honig

Der neue Roman »Honig« von Ian McEwan ist ein ausgeklügelter Roman, der den Leser bis zum Schluß im Bann hält.

Die Protagonistin Serena wird vom britischen Geheimdienst MI5 angestellt und wird als leidenschaftliche Leserin für ein kulturpolitisches Projekt eingesetzt. Man will Schrifsteller fördern und damit die britische Literaturwelt antikommunistisch beeinflussen. Schnell verfällt Serena dem aufstrebenden Autor und gerät in die Zwickmühle, dass auch ihr direkter Vorgesetzter sie begehrt.

Von Beginn an gelingt es Ian McEwan den Leser mit einer Intrige über die Macht von Literatur, Liebe und Sex zu fesseln …mehr

[Diogenes Verlag AG]

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Philip Ardagh / Axel Scheffler – Familie Grunz hat Ärger

Philip Ardagh / Axel Scheffler - Familie Grunz hat ÄrgerFamilie Grunz hat Ärger ist der neue Roman für Kinder von Philip Ardagh. Familie Grunz erinnert erst ein wenig an die Olchis von Erhard Dietl. Sie stinken, dass man sie 10 m gegen den Wind riecht und ihr Essensgeschmack ist höchst merkwürdig, aber damit endet auch schon die Gemeinsamkeit. Vater und Mutter Grunz sind griesgrämig, lieben Streit und Ärger und führen ein höchst seltsames Leben. Ganz anders Sohnemann, der zugegeben auch komisch aussieht mit seinen ungleichen Ohren, abstehenden Haaren und außerdem mit einem ollen blau gefärbten Kleid durch die Gegend läuft. Ganz im Gegensatz zu seinen Eltern mag er keinen Streit, ist mitfühlend und ein schlauer kleiner Kerl. Sohnemann weiß, dass Vati Grunz ihn irgendwo gefunden hat und gerät durch Zufall in eine abenteuerliche Elternsuche, die die irrwitzigsten Wendungen nimmt. Ein großer Lesespaß für Kinder ab 8 Jahren oder zum Vorlesen. Übersetzt aus dem Englischen von Harry Rowohlt, mit Illustrationen von Axel Scheffler mehr

[Verlagsgruppe BELTZ]

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John Irving – In einer Person

»In einer Person« ist John Irvings neuster Roman, in dem er keine Geschichte erzählt, sondern eine Person.

Billy wächst in einer behüteten Kleinstadt in Vermont auf, ohne leiblichen Vater, dafür mit engagiertem Stiefvater und engstirniger Mutter. Diese fürchtet nichts mehr, als dass ihr Sohn dem gleichen Schicksal verfällt, wie der leibliche Vater, der die Familie zu Gunsten seiner einzigen Liebe, in Richtung anderes Ufer verlassen hat. Billy ist sein ganzes Leben lang zwischen verschiedenen Rollen und Erwartungen hin und her gerissen, auf der Suche nach seinem Vater; in ihm.

Der noch immer schein-akzeptierte Umgang mit der eigenen Sexualität und die distanzierten Beschreibungen der AIDS-Sterbewelle machen diesen Roman zu einem bereichernden und diskussionsfähigen Stoff. Er ist aber sicher kein typischer Irving Roman, denn es gelingt Irving so meisterhaft die Zerrissenheit des Ich-Erzählers darzulegen, dass auch dem Leser die Identifikation schwer fällt …mehr

[Diogenes Verlag AG]

Wer den „typischen“ neuen Irving sucht, wird sicherlich Chad Harbach – Die Kunst des Feldspiels lieben.

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Kevin Wilson – Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung

Der Debütroman von Kevin Wilson, »Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung«, ist ein verrücktes Buch über eine noch verrücktere Familie. Wilson hat das Buch während seines ersten Jahres als Vater, unter der Fragestellung,  „Was denkt diese seltsame Kreatur eigentlich wirklich von mir?“, geschrieben.

Was treibt eine angesehene Schauspielerin dazu auch schon vor der „oben ohne“ Szene halbnackt im Set herumzulaufen oder einen preisgekrönten Schriftstellers sich für ein Männermagazin zu verdingen und sich mit einer Kartoffelkanone das Gesicht entstellen zu lassen?

Die Geschwister Fang sind gefangen in einer verrückten Herangehensweise, früh erlernt und antrainiert von den eigenen Eltern, dem Improvisations- und Happening-Künstler Ehepaar Fang. Eine skurrile Geschichte jagt die andere, und lässt den Leser von mal zu mal erneut entgeistert den Kopf schütteln oder eben lauthals lachen…mehr

[Luchterhand LiteraturverlagVerlagsgruppe Random House]

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Chad Harbach – Die Kunst des Feldspiels

»Die Kunst des Feldspiels« ist der Debutroman von Chad Harbach. Ein unglaublich atmosphärisch dichter Roman mit fein gezeichneten Charkteren und natürlich einer spannenden und überraschenden Handlung. Ein wirklich außergewöhnliches Erstlingswerk!

9783832196264

Fünf unterschiedliche Lebensentwürfe kreuzen und beeinflussen einander, so dass tragische Ereignisse und mutige Entscheidungen ihren Lauf nehmen

Das Baseball Ausnahme Talent Henry findet und erliegt seinem Mentor Mike Schwartz, indem er nur noch für den Baseball lebt. Mike will all das aus Henry herausholen, was ihm selbst fehlt. Doch der Selbstzweifel wird Henrys und auch Mikes Gegner. Mike liebt die Tochter des College Präsidenten Affenlight, welcher wiederum froh ist die verlorene Tochter gerade wiedergefunden zu haben und selbst mit seiner neu entdeckten sexuellen Vorliebe zu kämpfen hat. Owen, genannt Buddha, ist nicht nur Zimmergenossen von Henry, sondern eben auch Ruhepol und der „Erwecker“ der Geschichte.

Wenn Jonathan Franzen und John Irving einen Roman empfehlen bleibt natürlich kaum etwas hinzuzufügen…

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[DUMONT Buchverlag]

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Steve Toltz – Vatermord und andere Familienvergnügen

»Vatermord und andere Familienvergnügen« ist der Debutroman von Steve Toltz. Ein witziger, dicker Schmöker, ideal für den Sommerurlaub!

Toltz ist seiner Heimat Sydney entflohen und hat u. a. als Kameramann, Privatdetektiv und CallCenter Agent in Barcelona, New York und Vancouver gelebt, um wohl die entscheidenden Erfahrungen für ein hochgelobtes Erstlingswerk zu sammeln.

Jasper Dean erzählt die komische Geschichte über eine eigentümliche Familie, denn „ganz Australien verachtet meinen Vater Martin Dean wie keinen Zweiten, genauso wie alle seinen Bruder, meinen Onkel Terry, wie keinen Zweiten verehren“. Über den australischen Busch und die Stadt der Liebe wird der Leser in den thailändischen Dschungel entführt und lernt jede Menge tiefgründige und skurrile Charaktere kennen …mehr

[btb Verlag – Verlagsgruppe Random House]

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