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Uwe Timm – Vogelweide

Der aktuelle Roman »Vogelweide« von Uwe Timm erzählt von den klassischen Themen der Liebe und der Freiheit. Wenn jemand alles verloren hat, dann ist er wohl frei wie ein Vogel oder eben Vogelwart.

Eschenbach ist der Mann, der alles verloren hat: seine Freundin, seine Geliebte, seine Firma, seine Wohnung. Er  ist hoch verschuldet und lebt auf einer Insel in der Elbmündung als Vogelwart. Als eben jene Geliebte ihren Besuch ankündigt, nimmt Eschenbach sich die Freiheit die Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Sein Begehren hat die Zukunft von vier Menschen unwiederbringlich durcheinander gewürfelt.

»Vogelweide« war für den Buchpreis 2013 nomieniert hat es aber leider nicht auf die Shortlist geschaft.

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Wolfgang Schorlau – Rebellen

»Rebellen« heisst der aktuelle Roman von Wolfgang Schorlau und ist kein Krimi, auch wenn der ein oder andere Leser sicherlich der Versuchung verfällt, die letzen Seiten verfrüht zu lesen.

Paul und Alexander sind Freunde – trotz scheinbar unüberwindlicher Unterschiede sind sie vom jeweils anderen fasziniert. Der eine wächst im Waisenhaus auf und hat typischerweise ein schlechteres Bildungsniveau erreicht,  der andere wohnt in der Villa gegenüber und ist Klassenbester. Vereint werden sie durch die Musik, Rolling Stones und The Who ebnen Ihren gemeinsamen Weg im Klassenkampf für eine gerechtere Welt. Aufgrund der Liebe zur gleichen Frau trennen sich jedoch Ihre Wege und schon bald muss einer der beiden den Kampf für immer aufgeben. Und plötzlich taucht dessen Sohn auf…

Wolfgang Schorlau gelingt ein spannender Roman über Werte und Normen, Ideale und Ziele in ihrem natürlichen Wechsel der Lebenszeit.

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Pete Townshend – Who I Am

In »Who I Am«, der Autobiographie von Pete Townshend, erzählt Townshend zum ersten Mal seine eigene Geschichte. Er berichtet von der Kindheit in einer Musikerfamilie, in der sein eigenes Talent nicht wahrgenommen bzw. verkannt wurde. Genauso hinterfragt er verschiedenste Handlungen aus seiner Karriere bzw. entschuldigt oder erklärt sich. Insbesondere die persönlichen Beziehungen zu seinen Bandmitgliedern, der ewige Streit mit Roger Daltrey sowie seine Verfehlungen in Bezug auf seine Familie machen diese Autobiographie zu einem sehr persönlichen Stoff.

Der Leser wird keine Wichtigtuerei und in Gold geschmiedete Karriere erzählt, sondern er darf an der Vergangenheit eines der bedeutsamsten Rock Musiker der Geschite teilhaben …mehr

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Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte

»Vom Ende einer Geschichte«, der aktuelle Roman von Julian Barnes, erzählt von der eigenen Realität. Wie häufig stellen wir fest, dass wir etwas ganz anders verstanden und wahrgenommen haben? Genau diese Erfahrung muss auch Tony machen, als er 40 Jahre nach seiner Jugend ein Testmentsbegünstigter wird.

Adrian Finn wird neuer Klassenkamerad von Tony und schnell wird klar, dass er zur 4-er Clique dazugehört. Adrian scheint etwas intelligenter zu sein und kann auch den Lehrern Paroli bieten. Doch plötzlich findet die Freundschaft ein schnelles Ende und wird nun erst 40 Jahre später neu aufgerollt.

Julian Barnes hat auf den 150 Seiten des Buches erneut ein ausgeklügeltes Konstukt geschaffen, dass den Leser am Ende erstaunen lässt …mehr

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Herman Koch – Sommerhaus mit Swimmingpool

» Sommerhaus mit Swimmingpool« ist der sechste Roman von Herman Koch, voller Witz und Dramatik. Er ist spannend aber kein Krimi. Durch die Handlungsweise des bösen und zynischen Arztes werden moralische Fragen aufgeworfen aber dennoch bleibt er sympathisch, denn die guten wie auch die schlechten Gedanken sind nur zu gut nachvollziehbar.

Als einer seiner Patienten, der berühmte Schauspieler Ralph Meier, stirbt, muss der Hausarzt, Marc Schlosser, sich wegen eines möglichen Kunstfehlers vor der Ärztekammer verantworten. Aber war es wirklich ein Kunstfehler oder gibt es einen Zusammenhang zu den den Vorkommnissen des letzten Sommers? …mehr

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Holger Karsten Schmidt – Isenhart

Holger Karsten Schmidt legt mit »Isenhart« einen spannenden, detailverliebten und mitreißenden Debutroman vor!

Der junge Schmied Isenhart wird seiner ertsten Liebe beraubt und kommt nach und nach einem Serienmörder auf die Spur. Gleichzeitig ergründet er das Geheimnis seiner eigenen Existenz.

Im Jahre 1171 stirbt Isenhart bei der Geburt und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie »anders« ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung. Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet – und ihr das Herz geraubt – wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet. Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster. Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zur Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den »Basar des Wissens« von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. …mehr

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Irvine Welsh – Crime

Irvine Welsh beweist mit »Crime« eindrucksvoll, dass er seit Trainspotting  nichts verlernt hat und noch immer zu den besten britischen Gegenwartsautoren gehört. Sein neuer Roman um den Kriminalinspektor Ray Lennox wird ihm im deutschsprachigen Raum nicht nur höchstes Kritikerlob, sondern auch zahlreiche neue Leser einbringen.

Mit seiner Verlobten Trudi fliegt Inspektor Ray Lennox nach Florida, um nach einem mentalen Zusammenbruch wieder auf die Beine zu kommen. Der Mord an einem Mädchen hat ihm schwer zugesetzt, in Florida soll er abschalten und zu neuen Kräften kommen. Trudi ist voll und ganz auf die bevorstehenden Hochzeit fixiert und hofft Ray damit anstecken und so auf andere Gedanken bringen zu können. Entnervt zieht es Ray schon bald ins Nachtleben von Miami Beach. Am Ende einer Nacht voller Alkohol und Koks trifft er auf  die Tochter einer seiner Nachtbekanntschaften, Tianna, offenbar auch sie ein Opfer sexueller Gewalt. Ray flüchtet mit der Zehnjährigen quer durch Florida, entschlossen, Tianna vor weiterem Missbrauch zu schützen. Doch ist Ray dazu überhaupt in der Lage und das auch noch ohne seine Anti-Depressiva? Wo sind seine eigenen Grenzen? Ray stellt sich dem Thema, dass sich durch sein hganzes Leben zieht

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Helge Schneider – Satan Loco

Helge Schneider, Autor, Musiker und Clown verwirrt mit seinem neuen Kriminalroman, Satan Loco, nicht nur den Leser einmal mehr. Auch Kommissar Schneider, inzwischen kurz vor der Rente, scheint nicht immer kriminalistisch rational und nachvollziehbar vorzugehen. Letztendlich schafft er es aber dennoch, dass am Ende der Fall zwar nicht aufgelöst aber gelöst ist. Typisch Schneider…Besonders bemerkenswert und amüsant sind Schneiders 12 Kulizeichnungen, die den Leser noch tiefer in die Welt des Romans abtauchen lassen.

Für alle Schneider-Fans ein Muss!

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Bjørn Ingvaldsen – Tote Finnen essen keinen Fisch

Gleich vorweg: Bjørn Ingvaldsen erster Roman, Tote Finnen essen keinen Fisch,  ist so ziemlich das peinlichste was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Peinlich deshalb, weil alle Leute einen immer anstarren, wenn man mal wieder im Bus einen Lachkrampf bekommt…

Im Mittelpunkt des Romans steht ein Junggesellenclub der heiratswillige Frauen auf die kleine norwegische Insel Hogna locken will. Und am besten geht das natürlich mit einem Festival bei dem Robbie Williams auftreten soll. Um das alles zu finanzieren, und für sich nebenbei auch noch etwas abzuzweigen, kommen die Mitgleiders des Clubs auf die absurdesten Ideen. Über explodierende Spielautomaten, eine TV Doku die zu einer Sexorgie mutieren soll, verdorbenen Rakefisch, eine vergiftete finnische Rockgruppe und weitere lästige Leichen sowie vielen, vielen Bankgeschäften führt der Weg gradlinig zum großen Tag…

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Herman Koch – Angerichtet

Wie weit darf Elternliebe gehen?
Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen?
Um diese Fragen kreist der preisgekrönte Bestseller aus den Niederlanden.

Zwei Brüder und ihre Frauen  haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet und vermeiden zunächst das eigentliche Thema: die Zukunft ihrer Söhne. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann. Paul Lohman, der Erzähler und Vater von Michel, will das Beste für seinen Sohn. Er ist bereit, dafür bis ans Äußerste zu gehen. Auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen.

Herman Koch erzählt eine Geschichte von bedingungsloser Liebe  und Verrat. Ständig wird der Leser herausgefordert, sein moralisches Urteil neu zu fällen.

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