Schlagwort-Archive: Diogenes

John Irving – Straße der Wunder

John Irving Straße der Wunder Straße der Wunder lautet der Titel des 13. Romans von John Irving. Er handelt vom erfolgreichen Schriftsteller Juan Diego, der ein lang zurückliegendes Versprechen einlösen will und deshalb zu den Philippinen reist. Doch seine Vergangenheit als Müllkippenkind aus Mexiko holt den Schriftsteller immer wieder ein. Die damaligen außergewöhnlichen Erlebnisse, rund um seine wundervolle Schwester, werden  kunstvoll in Träume und Erzählungen auf  seiner Reise verpackt.

John Irving ist ein Meister der abstrusen Geschichten und in diesem Roman nimmt er sich sicher auch selbst ein wenig auf die Schippe, zahlreiche Anspielungen auf ältere Romane und auf das Schriftsteller Dasein an sich machen den Roman besonders für Irving Fans zu einem Fest. Natürlich darf auch in diesem Roman die Auseinandersetzung mit der Religion nicht fehlen mehr…

[Diogenes]

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Martin Suter – Montecristo

Martin Suter - Montecristo

Montecristo heißt der neue packende Thriller von Martin Suter. Das Buch beginnt mit einem Personenschaden bei einer Fahrt in einem Intercity und der Videojournalist Jonas Brand, der unmittelbar vor Ort ist, hält unwillkürlich Sequenzen dieses Geschehens fest. Plötzlich tauchen keine 3 Monate später bei ihm 2 Hundertfrankenscheine mit identischen Seriennummern auf. Zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, bringen einen Stein ins Rollen, der sich zu einem hochspannenden Krimi entwickelt. Die Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker wird zu einem dramatischen, abgründigen Thriller verknüpft.

Das Buch endet, für meinen Geschmack, etwas zu sehr in Hollywoodmanier, aber nichts desto trotz ist es spannend und packend geschrieben und unbedingt lesenswert.

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[Diogenes Verlag AG]

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Ian McEwan – Honig

Der neue Roman »Honig« von Ian McEwan ist ein ausgeklügelter Roman, der den Leser bis zum Schluß im Bann hält.

Die Protagonistin Serena wird vom britischen Geheimdienst MI5 angestellt und wird als leidenschaftliche Leserin für ein kulturpolitisches Projekt eingesetzt. Man will Schrifsteller fördern und damit die britische Literaturwelt antikommunistisch beeinflussen. Schnell verfällt Serena dem aufstrebenden Autor und gerät in die Zwickmühle, dass auch ihr direkter Vorgesetzter sie begehrt.

Von Beginn an gelingt es Ian McEwan den Leser mit einer Intrige über die Macht von Literatur, Liebe und Sex zu fesseln …mehr

[Diogenes Verlag AG]

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John Irving – In einer Person

»In einer Person« ist John Irvings neuster Roman, in dem er keine Geschichte erzählt, sondern eine Person.

Billy wächst in einer behüteten Kleinstadt in Vermont auf, ohne leiblichen Vater, dafür mit engagiertem Stiefvater und engstirniger Mutter. Diese fürchtet nichts mehr, als dass ihr Sohn dem gleichen Schicksal verfällt, wie der leibliche Vater, der die Familie zu Gunsten seiner einzigen Liebe, in Richtung anderes Ufer verlassen hat. Billy ist sein ganzes Leben lang zwischen verschiedenen Rollen und Erwartungen hin und her gerissen, auf der Suche nach seinem Vater; in ihm.

Der noch immer schein-akzeptierte Umgang mit der eigenen Sexualität und die distanzierten Beschreibungen der AIDS-Sterbewelle machen diesen Roman zu einem bereichernden und diskussionsfähigen Stoff. Er ist aber sicher kein typischer Irving Roman, denn es gelingt Irving so meisterhaft die Zerrissenheit des Ich-Erzählers darzulegen, dass auch dem Leser die Identifikation schwer fällt …mehr

[Diogenes Verlag AG]

Wer den „typischen“ neuen Irving sucht, wird sicherlich Chad Harbach – Die Kunst des Feldspiels lieben.

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