Schlagwort-Archive: Buch-Tipp

James McBride – Der heilige King Kong

Der heilige King Kong ist ein Roman, der unaufgeregt fesselt. Ein subtiler Erzählstil, der scheinbar immer wieder vom Geschehen weglotst und damit genau das Gegenteil erreicht – in den Bann zu ziehen.

Das Leben des hautberuflichen Säufers „Sportcoat“ und nebenberuflichen Diakons der Gemeinde Five Ends nimmt eine entscheidende Wende, als er, im Rausch des Alkohohls und der übersinnlichen Kraft seiner verstorbenen Frau, seine Pistole auf den Drogendealer des Sozialbauviertels richtet und abdrückt. Es ist nicht zuviel verraten, dass der Drogendealer überlebt, auch Dank der Hilfe des Säufers und Diakons. Wie konnte es dazu kommen und vor allem was hat Sportcoat damit angerichtet? James McBride erzählt eine Geschichte von Menschen die hoffnungsvoll nach New York gekommen sind, um etwas aufzubauen an das sie glauben. Stattdessen wurden und werden sie ins Abseits gerückt, kämpfen ums Überleben und gegen sich selbst…. und immer wieder beschleicht einen das Gefühl, dass sich vom Zeitpunkt der Handlung (1969) bis heute nur wenig in Bezug auf Chancengleichheit und Toleranz verändert hat. Ein Roman der keine Geschichte von damals erzählt, sondern hochaktuell und lebensbejahend daher kommt.

Nicht zu Unrecht, hat es „Der heilige King Kong“ auf die Auswahlliste der Lieblingsbücher von Barack Obama geschafft.

James McBride ist Autor, Musiker, Drehbuchschreiber, und Journalist. Durch seinen autobiografischen Roman „Die Farbe von Wasser“ wurde er weltberühmt.

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Sebastian Meschenmoser – Vom Wolf, der auszog, das Fürchten zu lehren


Vom Wolf, der auszog, das Fürchten zu lehren

Vom Wolf, der auszog, das Fürchten zu lehren ist der dritte Teil aus der famosen Reihe von Sebastian Meschenmoser. Nachdem sich im ersten Band der Wolf mit einer alten Dame angefreundet hat, anstatt sie mitsamt dem Rotkäppchen aufzufressen und im zweiten Band der Wolf nicht wirklich mit den jungen Geißlein zurecht kam, will der Wolf nun allen Anderen im Wald das fürchten lehren… Ob ihm das gelingt und wie man trotz Abwegen erfolgreich wird, zeigt Sebastian Meschenmoser einmal mehr in einem wunderbar illustrierten Buch das ein Honigkuchengrinsen auf das Gesicht zaubert.

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[Thienemann]

 

 

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Sebastian Meschenmoser – Die verflixten sieben Geißlein

Sebastian Meschenmoser – Die verflixten sieben Geißlein

Sebastian Meschenmoser gelingt es ein Wimmel-Bilderbuch mit einer alternativen Geschichte des Märchenklassikers zu verbinden und so Groß und Klein zu begeistern. In seiner liebevoll illustrierten Version muss der Wolf nämlich erst einmal aufräumen, bevor er überhaupt eine Chance hat die Geißlein zu finden…

Die verflixten sieben Geißlein von Sebastian Meschenmoser wurde für den
Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 (Bilderbuch) nominiert.

Auch wenn es leider nicht gewonnen hat, lohnt sich für alle Bilderbuchliebhaberinnen und -liebhaber der Kauf natürlich 🙂

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[Thienemann]



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Çelik & Pelzer – Ulrich Noller und Gök Senin

Çelik, ein ehemaliger Kommissar der Istanbuler Polizei, kommt zurück nach Deutschland, dem Land, in dem er seine Kindheit verbrachte. Sein Vater ist eine vage Erinnerung, genau wie die Umstände der fluchtartigen Rückkehr seiner Mutter in die Türkei. Als überraschend ein alter Freund seiner Eltern anruft, wird ihm bewusst, wie wenig er über ihre – und seine – Vergangenheit weiß. Sie waren in den siebziger Jahren in den radikalen Widerstand verwickelt, daran erinnert er sich. Der Anrufer war früher RAF-Mitglied, und Çelik entschließt sich, nach Deutschland zu fliegen und ihn aufzusuchen. Doch als er in Köln ankommt, findet er nur noch seine Leiche vor. Er folgt den Spuren und trifft auf Pelzer, eine hochintelligente junge Psychologin, die ebenfalls versucht, eine Leerstelle ihrer Kindheit zu schließen…

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[eichborn]

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Bring mir den Kopf vom Nikolaus – Simon Borowiak

Unser Held will sich den Weihnachtsabend trotz derTrennung von seiner Freundin nicht vermiesen lassen. Der Baum ist geschmückt, der Strohstern schimmert gülden, die Fernsehkiste feuert seit Stunden aus allen sentimentalen Kanälen, und das wunderbare Gefühl, die ganze Festtagsfreude für sich allein zu haben, zaubert ein honigkuchenartiges Dauergrinsen auf das Gesicht unseres Weihnachtsfans. Doch dann klingelt es an der Tür. Ein Blick durch den Türspion, ein kurzes Zögern und dann die staunende Erkenntnis: Vor der Tür wartet eine zierliche, braunhaarige Weibsperson, und neben ihm, ein bisschen schüchtern mit den Hufen scharrend: ein Rentier…

Dem ehemalige „Titanic“-Satiriker Simon Borowiak gelingt es eine alptraumschöne Weihnachtsgeschichte zu schreiben!

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[eichborn]

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