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James McBride – Der heilige King Kong

Der heilige King Kong ist ein Roman, der unaufgeregt fesselt. Ein subtiler Erzählstil, der scheinbar immer wieder vom Geschehen weglotst und damit genau das Gegenteil erreicht – in den Bann zu ziehen.

Das Leben des hautberuflichen Säufers „Sportcoat“ und nebenberuflichen Diakons der Gemeinde Five Ends nimmt eine entscheidende Wende, als er, im Rausch des Alkohohls und der übersinnlichen Kraft seiner verstorbenen Frau, seine Pistole auf den Drogendealer des Sozialbauviertels richtet und abdrückt. Es ist nicht zuviel verraten, dass der Drogendealer überlebt, auch Dank der Hilfe des Säufers und Diakons. Wie konnte es dazu kommen und vor allem was hat Sportcoat damit angerichtet? James McBride erzählt eine Geschichte von Menschen die hoffnungsvoll nach New York gekommen sind, um etwas aufzubauen an das sie glauben. Stattdessen wurden und werden sie ins Abseits gerückt, kämpfen ums Überleben und gegen sich selbst…. und immer wieder beschleicht einen das Gefühl, dass sich vom Zeitpunkt der Handlung (1969) bis heute nur wenig in Bezug auf Chancengleichheit und Toleranz verändert hat. Ein Roman der keine Geschichte von damals erzählt, sondern hochaktuell und lebensbejahend daher kommt.

Nicht zu Unrecht, hat es „Der heilige King Kong“ auf die Auswahlliste der Lieblingsbücher von Barack Obama geschafft.

James McBride ist Autor, Musiker, Drehbuchschreiber, und Journalist. Durch seinen autobiografischen Roman „Die Farbe von Wasser“ wurde er weltberühmt.

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Philip Ardagh / Axel Scheffler – Familie Grunz hat Ärger

Philip Ardagh / Axel Scheffler - Familie Grunz hat ÄrgerFamilie Grunz hat Ärger ist der neue Roman für Kinder von Philip Ardagh. Familie Grunz erinnert erst ein wenig an die Olchis von Erhard Dietl. Sie stinken, dass man sie 10 m gegen den Wind riecht und ihr Essensgeschmack ist höchst merkwürdig, aber damit endet auch schon die Gemeinsamkeit. Vater und Mutter Grunz sind griesgrämig, lieben Streit und Ärger und führen ein höchst seltsames Leben. Ganz anders Sohnemann, der zugegeben auch komisch aussieht mit seinen ungleichen Ohren, abstehenden Haaren und außerdem mit einem ollen blau gefärbten Kleid durch die Gegend läuft. Ganz im Gegensatz zu seinen Eltern mag er keinen Streit, ist mitfühlend und ein schlauer kleiner Kerl. Sohnemann weiß, dass Vati Grunz ihn irgendwo gefunden hat und gerät durch Zufall in eine abenteuerliche Elternsuche, die die irrwitzigsten Wendungen nimmt. Ein großer Lesespaß für Kinder ab 8 Jahren oder zum Vorlesen. Übersetzt aus dem Englischen von Harry Rowohlt, mit Illustrationen von Axel Scheffler mehr

[Verlagsgruppe BELTZ]

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